Die 22. Schwangerschaftswoche (22. SSW)

Die Zeit bis zur 22. Schwangerschaftswoche ist wie im Flug vergangen und in 19 Wochen wirst du Mama!

Sicher hast du noch 1000 Fragen im Kopf, nach deren Antworten du überall suchst – bei wirklich wichtigen Fragen, die dich und das ungeborene Kind betreffen, ist es das Beste, deinen Frauenarzt oder deine Hebamme zu fragen.

Sie können auf ein großes Erfahrungsspektrum zurückgreifen und besitzen eine professionelle Ausbildung in diesem Bereich, weshalb sie dir bei Fragen aller Art rund um das Thema Schwangerschaft am besten und sehr verlässlich weiterhelfen können.

In der 22. Schwangerschaftswoche besteht die letzte Möglichkeit, die zweite große Vorsorgeuntersuchung in Anspruch zu nehmen, d.h. falls du es bis jetzt noch nicht getan hast, dann ist nun der richtige Zeitpunkt dafür, denn die dritte und letzte große Vorsorgeuntersuchung ist erst wieder in 7 bis 10 Wochen. Als Unterstützung kannst du dir gerne deinen Partner zur Untersuchung mitnehmen, er freut sich sicherlich auch, wenn er seinen kleinen Nachwuchs live auf dem Ultraschall-Bild sieht und bereits kleine Ähnlichkeiten an dem Ungeborenen erkennen kann.


Dies fördert zudem die vorgeburtliche Bindung zu dem eigenen Kind, das sich nach wie vor in deinem Bauch prächtig entwickelt und sich durch Bewegungen, die du und auch Außenstehende mit ihren Händen an deinem Bauch wahrnehmen können, bemerkbar macht. Die Frage „Welcher Monat ist es denn?“ wirst du nun wahrscheinlich auch öfter zu hören bekommen, da man nun deinen Schwangerschaftsbauch deutlich erkennen kann.

 

Veränderungen des Körpers ab der 22. SSW

Dein Körper verändert sich bis zur 40. Schwangerschaftswoche dahingehend, dass dein Bauch immer größer wird, um mit dem Wachstum deines kleinen Babys mithalten zu können. Der Platz in der Gebärmutter wird ein bisschen enger, weshalb es manchmal zu Ziehen oder Druck im Unterleib oder auch Schmerzen im Rücken kommen kann.

Wie auch in den Wochen zuvor, sind auch jetzt die leichten Schmerzen während der Schwangerschaft ein völlig normales Phänomen. Denn schließlich leistet dein Körper beim Austragen eines Kindes Schwerstarbeit. So ist es nicht erstaunlich, dass du auch von Woche zu Woche an Gewicht zunimmst.

Weitere Symptome in der 22. Schwangerschaftswoche können nächtliche Schmerzen sein, bei denen es sich, wie in den letzten Wochen, oft um Übungswehen handelt. Eventuelle Wadenkrämpfe lassen sich mithilfe von Magnesiumpräparaten gut lindern.
Ein erhöhter Magnesiumbedarf ist typisch für das zweite Trimester der Schwangerschaft, da neben der werdenden Mutter auch das Ungeborene im Bauch damit versorgt werden muss.

Um deine Brustwarzen entwickeln sich die sogenannten Montgomery-Drüsen, die die Brustwarzen mit einer körpereigenen, fetthaltigen Creme pflegen und auf das Stillen vorbereiten.

Allmählich solltest du ebenso akzeptieren, dass schwere und körperlich anstrengende Aktivitäten tabu sind, da dies dir und dem Ungeborenen schaden könnte. Natürlich ist es nicht sehr angenehm, auf den Lieblingssport zu verzichten oder bei manchen Tätigkeiten wie zum Beispiel dem Tragen von etwas schwereren Gegenständen auf Hilfe angewiesen zu sein, aber vielleicht beruhigt dich der Gedanke, dass auch andere Schwangere mehr oder weniger die gleiche Situation durchleben.

Deshalb kann es aufmunternd sein, sich mit anderen schwangeren Frauen auszutauschen, schöne Spaziergänge durch die Natur zu machen und sich mit weniger anstrengenden Dingen zu beschäftigen. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Einkaufen von gesunden Lebensmitteln, die dich und dein Baby mit den wichtigsten Nährstoffen versorgen? Oder du machst gemeinsam mit deiner besten Freundin oder deinem Partner eine kleine Shoppingtour durch die Stadt und sucht schöne Babyklamotten und Schwangerschaftskleidung aus.

 

Entwicklungen des Babys ab der 22. SSW

Das Ungeborene nimmt immer mehr Platz in Anspruch. Seine Kindsbewegungen sind durch deinen Bauch auch für die Geschwisterkinder und deinen Partner spürbar und erwecken somit bestimmt noch mehr die Freude auf den baldigen Nachwuchs.

Mit einer durchschnittlichen Größe von ungefähr 28 cm und einem Gewicht von ca. 475 g fühlt sich das Baby noch pudelwohl in deinem Bauch und wird dort, wenn alles gut verläuft, noch ganze 18 Wochen bleiben, um sich prächtig weiterentwickeln zu können.

Ab der 22. Schwangerschaft hat dein Baby des Öfteren Schluckauf, den du durch deinen Bauch in Form von rhythmischen Zuckungen bemerkst. Der Schluckauf entsteht durch das Ein- und Ausatmen von Fruchtwasser, womit der Fötus das Atmen für die Zeit nach der Geburt trainiert. Dieser Schluckauf bleibt manchen Babys sogar noch bis einige Monate nach der Geburt erhalten und ist mit dafür ein Zeichen, dass sich dein Baby völlig normal entwickelt.

 

Schwangerschaftskleidung ab der 22. SSW

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, besonders wenn es um das Thema „Mode“ geht. Deshalb gibt es auch unter Schwangeren Zwiespalt darüber, welches Kleidungsstück „frau“ während der Schwangerschaft tragen sollte und was „frau“ lieber im Kleiderschrank lassen sollte.



Auf etlichen Foren wird oft darüber heiß diskutiert, ob „frau“ den Babybauch lieber stark betont oder geschickt kaschiert. Sicher ist auf jeden Fall, dass ab Mitte des zweiten Trimesters Schwangerschaftskleidung für jede werdende Mama notwendig wird und neben dem Kauf von Windeln, Babypflege, Babykleidung und weiterem Zubehör für dein Kind mitunter eines der wichtigsten Dinge ist, die eine schwangere Frau während ihrer Schwangerschaft besorgen sollte.

Dabei ist bei dem Thema Schwangerschaftsmode bzw. Umstandsmode letztendlich der individuelle Modegeschmack der Schwangeren das ausschlaggebende Kriterium, ob sie ein bestimmtes Kleidungsstück kauft oder nicht.

Heutzutage hat „frau“ während der Schwangerschaft glücklicherweise eine große Auswahl an verschiedensten Kleidern, Röcken, Pullis, Hosen und sogar Unterwäsche, die das Bäuchlein ab dem zweiten Trimester bis zum großen Bauch am Ende der 40. Schwangerschaftswoche entweder raffiniert verstecken oder besonders toll betonen.

Ein wichtiger Faktor bei allen Kleidungsstücken aus dem Bereich der Umstandsmode ist der Komfort bei gleichzeitigem modischen Design. Ein Umstands-BH gehört ab dem zweiten Trimester zur Grundausstattung einer Schwangeren, wobei du dich hierbei von einer professionellen Verkaufsberaterin in einem Fachgeschäft über die verschiedenen Modelle aufklären lassen solltest, um Fehlkäufe zu vermeiden.

Ein allseits beliebter Tipp für die frühen Schwangerschaftsmonate ist der Haargummi-Trick: Du ziehst einfach einen Haargummi durch das Jeans-Knopfloch und befestigt diesen um den Jeans-Knopf – fertig ist die Übergangslösung bis zur ersten richtigen Schwangerschaftshose. Bei dieser kannst du aus unterschiedlichen Modellen, von der hippen Cordhose, der süßen Latzhose bis zur stretchigen Jeans, auswählen.

Ein Klassiker im Bereich der Umstandsmode sind nach wie vor komfortable Hosen mit Bauchbändern, die an den Hosenbund angenäht sind und angenehm am wachsenden Babybauch anliegen.

Oder aber du schnappst dir ein paar moderne Teile aus der Garderobe deines Partners und wandelst sie zu tragbaren Outfits um. Als bestes Beispiel dient hier das Herren-Hemd, aus dem sich blitzschnell ein flippiges Kleid kreieren lässt. Die Art der Schwangerschaftsmode hängt des Weiteren von der Jahreszeit ab, in der du schwanger bist.

Von Frühling bis Sommer ist es sinnvoll, sich schöne, sommerliche Kleider zu kaufen, die „frau“ dann mit bequemen, dehnbaren Leggins oder Strumpfhosen kombinieren kann und möglicherweise noch nach der Schwangerschaft tragen kann. Ab Herbst kannst du zum Beispiel längere Oberteile mit einer Jeggins – eine Kombination aus Jeans und Leggins – tragen, die du dann auch nach der Schwangerschaft im Oversize-Stil tragen kannst.

Denn wenn du deine Schwangerschaftsmode zukunftsorientiert einkaufst, dann sparst du dir zum einen ein paar Euro für spätere Einkäufe und zum anderen hast du dann auch nach der Geburt ein paar schicke Klamotten, die du anziehen kannst, wenn dir dein Neugeborenes kaum Zeit für einen entspannten Shoppingbummel lassen wird.



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